Geschichte der Stadt Helmbrechts

Helmbrechts, das südöstliche Tor zum Frankenwald, liegt 542 bis 726m über dem Meeresspiegel in einer reizvollen Mittelgebirgslandschaft. Nach der Gemeindegebietsreform 1972 beträgt die Fläche der Stadt 58,66 qkm.

Nach der Sage besiegte während der Regierungszeit von KaiserHeinrich II. (1002-1024) der tapfere Helmbrecht nahe einer später bezeugten Heilquelle "in waldiger Wildnis" einen Räuber. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes ist aus dem Jahre 1232 datiert und steht im Zusammenhang mit der Nennung eines Dietericus de Helmbrehtes, der als walpotischer Ritter hierin der ostfränkischen Grafschaft des Radenzgaues kolonisierte.

ritter.jpgIm Jahre 1422 erhob der Nürnberger Burggraf Friedrich V.den aufstrebenden Markt zur Stadt. Helmbrechts wurde später Sitz eines Vogteiamtes und gehörte mit den umliegenden Dörfern zum markgräflichen Oberland, das von der Plassenburg bei Kulmbach und in der Folgezeit von Bayreuth ausregiert wurde. 1791 kamen die Bayreuther Lande unterpreußische Verwaltung, von 1806-1810 unter die Herrschaft Napoleons und im Jahre 1810 zum Königreich Bayern. Der heutige Ortsteil Enchenreuth, 1017 erstmals beurkundet, war bereits 1350 bambergisches Amt und Halsgericht, unterstand all die Jahrhunderte dem Hochstift Bamberg und besaß noch im Jahre 1802 eine bischöfliche Vogtei.


alterwebstuhl.jpg Das rauhe Klima und der karge, hauptsächlich aus Gneis bestehende Boden zwangen die landwirtschaftlich orientierte Bevölkerung schon früh zu einem Nebenerwerb, den sie in der Handweberei fanden. Die Herstellung und Veredlung von Textilien aller Art entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem Faktor, der die Gewohnheiten der Bewohner und den Lebensrhythmusder Stadt wesentlich bestimmte. Es begann mit der Leinenweberei gegen Ende des 13. Jh., setzte sich fort mit der unzünftig betriebenen Barchentherstellung im 15. Jh. und erreichte mit der Produktion modischer Baumwollstoffe einen ungeahnten Höhepunkt. 

Die Abhängigkeit der Handweber von den Verlegern und der Weltwirtschaftslage sowie der Verlust wichtiger Absatzmärkte führten jedoch immer wieder zu Not und Armut weiter Bevölkerungsteile.

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