Entstehung des Mühlenweges

Als "geistigen Vater" des Mühlenweges darfman getrost Franz Thierauf aus Buckenreuth bezeichnen. Das heute83jährige Urgestein der Ortschaft am Beginn des beliebtenWander-weges verfolgte schon immer die Idee, die Mühlen in deneinsamen Frankenwaldtälern des Stadtsteinacher Oberlandesdurch einen Rundwanderweg zu verbinden und somit der breitenÖffentlichkeit zugänglich zu machen. Und keiner kenntdiese Wege besser als er. Schon als kleiner Junge musste er dieOchsengespanne auf den damals holprigen und teils unwegsamen Wegenvon der Schlackenmühle bis nach Buckenreuth begleiten.

In den 70er Jahren, als die Mühlen schonlängst alle stillgelegt waren, reifte in ihm der Plan vonNeuem. Die Täler galten als eine verlassene Gegend und mankonnte die Mühlen nur schlecht erreichen. TrotzSchwierigkeiten mit Behörden und Anliegern erarbeiteteThierauf eine Trasse und machte so den Anfang für dieUmsetzung zur Anlegung des heutigen Mühlenweges. Mitstreiterfand er in den Frankenwaldvereinen der angrenzenten Gemeinden,wo-bei vor allem der Frankenwaldverein Grafengehaig besonders zuerwähnen ist.

Die Gemeinde Grafengehaig mit ihremBürgermeister Hans Burger an der Spitze beantragte 1976 beimLandratsamt in Kulmbach einen Zuschuss von 10.000 DM zum Ausbau desWeges. Nach der Bewilligung konnte dann das Projekt im März1976 in Angriff genommen werden. Es mussten Wege planiert,Bäume ausgesägt und vor allem acht Brücken überdie Bäche erstellt werden, was viel Zeit und intensive Arbeitbedeutete. Doch bereits im Oktober desselben Jahres war man damitfertig und im Mai 1977 konnte der neue Pfad eingeweiht werden. AlsWegezeichen dient ein von Georg Boller entworfenes grünesMühlrad auf weißem Grund. GrafengehaigsBürgermeister Hans Burger und der Obmann desFrankenwaldvereins Grafengehaig, Friedhelm Frank, dankten denvielen freiwilligen Helfern für ihre kostenlose Arbeit.Besonders hervorgehoben wurde dabei die "Brückenbau AG" unterHans Goller, Manfred Stix, Herbert Hagen und die Familie Eck ausSeifersreuth.

In den nächsten Jahren entwickelte sich derMühlenweg zu einem der meist gelaufenen Wege in unserem Gebietund wurde unter dem Namen ,,Der grüne Pfad desFrankenwaldes´´ weit über unsere Heimat hinausbekannt und beliebt. Es mussten aber auch Rückschlägeeingesteckt werden. Er wurde als Reitweg mißbraucht,Brücken gingen kaputt oder wurden zerstört und es gabauch Ärger mit Anlieger wegen eines freilaufenden Hundes. Indiesem Gebiet wurde der Weg schließlich verlegt. Damit der Wegaber in all den zurückliegenden Jahren bis zum heutigen Tagfür die zahlreichen Wanderer sicher begehbar blieb undvorbildlich markiert ist, bedurtfte es immenser Arbeit desFrankenwaldvereins Grafengehaig mit seinem Wegewart Hans Goller ander Spitze und seinem Team. So wurden im Laufe der Jahre beinahealle Brücken dreimal ausgewechselt - eine unglaublicheLeistung. Dafür gebührt ihnen ein grosser Dank.

Denn nur durch ihr uneigennütziges Tun wurdeder Mühlenweg zu dem, was er heute ist - zu einem derbeliebtesten Wanderwege in ganz Deutschland! Jeder, der den 18 kmlangen Rundwanderweg einmal durchwandert hat, hat in den 5 bis 6Stunden eine ganze Menge von der Natur und Kultur des Steinachtalesund der unvergleichbaren Schönheit dieser Regionkennengelernt. Der Frankenwaldverein Grafengehaig und dieeingebundenen Kommunen laden die naturverbundene undwanderbegeisterte Bevölkerung recht herzlich zu diesemJubiläum ein und würden sich über einen zahlreichenBesuch der angebotenen Veranstaltungen sehr freuen. Frisch auf!

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