Skip to main content

Pressemitteilungen

Helmbrechts feiert Otto Knopf - Vernissage zur Sonderausstellung

Beschreibung

An Otto Knopfs 100. Geburtstag überlegte sich das Oberfränkische Textilmuseum unter Leitung von Lena Grießhammer etwas ganz Besonderes. Eine Sonderausstellung zu Ehren des Helmbrechtser Heimatdichters und Ehrenbürgers, zu deren Vernissage sich am 9. April rund 50 Besucherinnen und Besucher, in diesem Fall „Geburtstags-Gäste“, im Textilmuseum einfanden. Neben persönlichen Erinnerungsstücken, wie der original Schreibtisch mit Schreibmaschine und Sessel, literarischen Werken wie „Waldgeschichten“, „Zwischenlichten“, „Damals“ und historischen Einblicken, finden die Besucher spannende Details aus dem Leben von Otto Knopf, an den an diesem Abend gemeinsam gedacht wurde.

Lena Grießhammer eröffnete die Ausstellung und nahm die Zuhörer mit, die Vielseitigkeit um Otto Knopf kennenzulernen. Als Sohn einer Weberfamilie, blieb Helmbrechts nicht nur sein Geburtsort, sondern seine Heimat und stets der Mittelpunkt seines Wirkens. Nach seinem Abitur am Gymnasium in Naila begann er nach dem Kriegsdienst seine Landlehrertätigkeit in Ahornberg und Oberweißenbach. Im Jahr 1968 wurde er Rektor an der Hauptschule in Helmbrechts, vier Jahre später übernahm er die Leitung der Grundschule, die neun Jahre nach seinem Tod, 2014, nach ihm benannt wurde.

Sein vielfaches Engagement wird durch die Tätigkeiten außerhalb des Schulgebäudes sichtbar. Zwölf Jahre Hauptschriftleiter im Frankenwaldverein und dessen Ehrenvorsitzender, Kreisrat in den Kreistagen Münchberg und Hof, jahrzehntelange Unterstützung des Kindergottesdienstes und Zuarbeit für den Bayerischen Rundfunk. Insgesamt 17 Bücher und unzählige Veröffentlichungen in Mundart und Hochsprache tragen seinen Namen. Darin bewahrt sich Erinnerungen, Geschichten, Bräuche und Beobachtungen rund um seine Heimat den Frankenwald. Für Kenner sind seine Beiträge zu Weihnachtsfeiern und Heimatabenden, wie beim VfB oder im Textilmuseum unvergessen.

Apropos Textilmuseum: Lena Grießhammer erinnerte daran, dass es ohne Otto Knopf das Oberfränkische Textilmuseum in dieser Form wohl nicht gäbe. Zusammen mit Manfred Mutterer und Alfred Rauh war er der Initiator für die Transformation des einstigen Heimatmuseums ins Textilmuseum, trug er mit seinem großen Engagement, seinem tiefen und weitreichenden Wissen, viel Kreativität und Herzblut zur Entwicklung bei. Noch heute führt er Besucherinnen und Besucher durchs Museum, indem er auf den Bildschirmen von Flachsfasern, dem Jacquard-Webstuhl und der mechanischen Weberei bis hin zur Zeit als Helmbrechts als „Kleiderschrank der Welt“ bekannt war, erzählt.

Lena Grießhammer bedankte sich bei allen Beteiligten zur Ausgestaltung dieser „Geburtstagsfeier“. Allen voran Bürgermeister Stefan Pöhlmann und Reinhard Witzgall, die ausgesuchte Werke Otto Knopfs vorlasen. Besonders hob sie ihre Mitarbeiterin Ulrike Oelschlegel hervor, die eine langgesetzte Idee für Otto Knopfs Gedenken umsetzen konnte. Inspiriert von seinen Texten, übersetzten die Museumsquilterinnen seine Worte in Formen, Farben und Stoffe und es entstanden faszinierende Patchwork-Arbeiten. Diese präsentieren sich nun neben den Werken von Otto Knopf in der Sonderausstellung. Ein weiterer Dank galt der Stadt Helmbrechts und dem Baubetriebshof für die stetige Unterstützung der Projekte.

Anschließend gab Bürgermeister Stefan Pöhlmann Einblick in seinen persönlichen Bezug zu Otto Knopf. Für ihn war er ein sehr warmherziger Mensch, der sich für seine Stadt interessierte und das Wohl der Menschen sehr am Herzen lag. Damals wie heute sei er ein Vorbild für die Bürgerinnern und Bürger Helmbrechts und wurde durch sein unvergleichliches Wirken daher mit zahlreichen Auszeichnungen, unteranderem der Verleihung der Ehrenbürgerwürde, gewürdigt. 

Sein Dank galt den Beteiligten und vor allem der Leiterin des Museums.

Im Anschluss erinnerte sich Ulrike Oelschlegel an ihre Verbindung zu Otto Knopf und trug die Geschichte „Der kleine Laden“ vor. Reinhard Witzgall gab mit „Das Kaffeekränzchen“ Einblicke in die Frankenwaldkultur und Lena Grießhammer sorgte mit dem Gedicht „Die Boutzelkouh“ für das ein oder andere Schmunzeln im Publikum. Bürgermeister Pöhlmann beendete die Vortragsreihe mit „Die Raala“.

Die Vernissage bot anschließend genug Raum für Begegnungen, Austausch und gemeinsamen Erinnern. So ist es möglich Erinnerungen, Zitate und jegliche Verbindungen zu Otto Knopf auf alte Postkarten zu schreiben und in einen aufgestellten Glaskasten zu werfen. Darüber hinaus können auch kurze Texte auf Otto Knopfs original Schreibmaschine verewigt werden. So würdigt die Ausstellung im ersten Stock des Museums, die bis Ende August besucht werden kann, das Leben und Wirken eines Mannes, der wie kaum ein anderer die Kultur, Sprache und Geschichte des Frankenwaldes und vor allem seiner Heimatstadt Helmbrechts, geprägt und bewahrt hat. Alle waren sich an diesem Abend einig, für Otto Knopf, der nie gern „geästimiert“ wurde, „hätts dies doch net gebraucht“. Gefallen hätte es ihm wohl trotzdem. 

Der Bürgermeister sitzt auf dem original Sessel von Otto Knopf und liest zur Vernissage der Sonderausstellung seiner Ehren die Geschichte die Raala
Leiterin des Textilmuseums sitzt auf dem original Sessel von Otto Knopf und liest zur Vernissage der Sonderausstellung seiner Ehren das Gedicht die Boutzelkouh
Nahaufnahme eines Zitates von Otto Knopf, das zu der Vernissage und Sonderausstellung ausgestellt ist
Ein Mann sitzt auf dem original Sessel von Otto Knopf und liest zur Vernissage der Sonderausstellung seiner Ehren die Geschichte das Kaffeekränzchen
Eine Frau sitzt auf dem original Sessel von Otto Knopf und liest zur Vernissage der Sonderausstellung seiner Ehren die Geschichte der kleine Laden
Lena Grießhammer steht vor dem original Schreibtisch von Otto Knopf. Links dahinter steht Bürgermeister Stefan Pöhlmann. Sie eröffnen die Vernissage zur Sonderausstellung Otto Knopf.

Fotos: Stadt Helmbrechts

Schließen

Schrift vergrößern

Sie möchten die Webseite der Stadt Helmbrechts etwas genauer unter die Lupe nehmen?
Mit der folgenden Anleitung können Sie die Webseite beliebig vergrößern.


Anleitung für Windows User

Um die Schrift zu vergrößern, benutzen Sie bitte die Tastenkombination
Strgund+


Anleitung für Apple User

Um die Schrift zu vergrößern, benutzen Sie bitte die Tastenkombination
cmdund+

ÖFFNUNGSZEITEN RATHAUS

Mo - Mi 08:00 - 14:00 Uhr
Do 08:00 - 17:30 Uhr
Fr 08:00 - 12:00 Uhr

KONTAKTIEREN SIE UNS

Stadt Helmbrechts
Luitpoldstr. 21
95233 Helmbrechts

Telefon: 09252 701-0
Telefax: 09252 701-11
E-Mail: info(at)stadt-helmbrechts.de

Notdienste

Polizei / Notruf: 110
Feuerwehr: 112
Rettungsdienst, Notarzt: 112
Polizeiinspektion Münchberg: (09251) 8 70 04 - 0
Frauennotruf: (09281) 7 76 77
Giftnotruf: (089) 1 92 40
Stadtverwaltung Helmbrechts: 7 01 - 0
Störungsdienst LuK: 7 04 - 0