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Pressemitteilungen

Stadt Helmbrechts verleiht die Silberne Bürgermedaille und verabschiedet Stadträtinnen und Stadträte

Beschreibung

Dr. Pascal Bächer war zwar bei Amtsantritt nicht der jüngste Helmbrechtser Bürgermeister (Dr. Hans Michel war 1925 jünger), aber der erste Rathauschef, der bei seiner Vereidigung schon die Silberne Bürgermedaille erhalten hat. Diese Auszeichnung bekam er wenige Tage bevor er den Chefsessel im Rathaus bezog, ebenso wie Helga Arlt, Christian Rose und Harald Themann, die sich ebenfalls bereits seit vielen Jahren zum Wohl der Stadt und ihrer Bürger einsetzen. 

In einer Festsitzung im Bürgersaal des Rathauses nahm Stefan Pöhlmann in seiner letzten offiziellen Amtshandlung als Bürgermeister diese Ehrung für die oben genannten Stadträte vor. Gleichzeitig bedankte er sich bei sechs aus dem Gremium ausscheidenden Mandatsträgern und überreichte ihnen ebenfalls Präsente. Doch auch Pöhlmann selbst wurde mit einer Würdigung überrascht. Der Festakt wurde einmal mehr von Gerd Koppitz (Violine) und Ludger Arens (Flügel) in ausgezeichneter Art und Weise musikalisch umrahmt. Auf dem Programm standen diesmal ausschließlich französische Lieder. 

Zunächst listete der Bürgermeister die Leistungen der Geehrten auf. Alle vier neuen Inhaber des silbernen Stadtehrenzeichens wurden 2008 in den Stadtrat gewählt und gehören oder gehörten seitdem ununterbrochen dem Gremium an.

Helga Arlt vom Helmbrechtser Netzwerk engagiert sich im gesellschaftlichen Leben und hilft bei vielen Vereinsveranstaltungen, besonders in ihrem Heimatort Wüstenselbitz, tatkräftig mit. Sie hat ein Herz für ältere Menschen, setzt sich für das Textilmuseum ein und kennt Anliegen der Wirtschaft bestens, da einige ihrer Geschwister erfolgreiche Unternehmer sind. Die Medaille ist nicht die erste für die Familie, denn auch ihr Ehemann Dittmar erhielt bereits diese Auszeichnung für seine Arbeit im Helmbrechtser Stadtrat.

Obwohl Dr. Pascal Bächer erst 39 Jahre alt ist, kann man ihn als kommunalpolitisches Urgestein bezeichnen, sagte Pöhlmann in seiner Laudatio. Bei seiner ersten Kandidatur für den Stadtrat gelang ihm der Sprung vom vorletzten Listenplatz direkt ins Gremium. Als engagierter Vertreter der jungen Generation hat er viele Dinge angestoßen, wie u.a. die Bildung eines Jugendstadtrats, ein Kino in Helmbrechts und die Anlage eines Spielplatzes auf dem Gelände der Alten Weberei. Im Stadtrat, in dem er bisher SPD-Fraktionsvorsitzender war, kennt man ihn als brillanten Redner, der integrierend wirkt und immer auf Ausgleich bedacht ist. 

Ebenso verdient hat die Ehrung Chrisitan Rose, der in vielen Ausschüssen mitwirkt und dort sein juristisches Wissen einbringt. Mit fundierten Redebeiträgen erläutert der CSU-Fraktionsvorsitzende komplexe Zusammenhänge. Als Co-Vorsitzender des deutsch-französischen Freundeskreis prägt er ganz wesentlich die Partnerschaft mit Mions. Für sein Heimatdorf setzt er sich ebenfalls engagiert ein, weshalb ihn Pöhlmann als „Advokat der Enchenreuther“ bezeichnete. Als Leiter der Hochschule Hof ist Rose ein eindrucksvoller Botschafter aus Helmbrechts in der oberfränkischen Bildungslandschaft.

Wie Christian Rose zog auch Harald Themann 2008 auf der CSU-Liste in den Stadtrat ein. Er folgte damit seinem Vater Robert, der drei Wahlperioden dieses Ehrenamt ausübte und dafür ebenfalls die Silberne Bürgermedaille erhielt. Harald Themann ist aber auch ein engagierter Stadtentwickler, in dem er Altbauten erwirbt und saniert und damit zeitgemäßen, preiswerten und sowohl hochwertigen als auch zweckmäßigen Wohnraum schafft. Als bedeutender Arbeitgeber und Chef eines äußerst erfolgreichen Handwerksbetriebs der Region gilt er zurecht auch als leidenschaftlicher Kämpfer für die Energiewende. 

Alle Geehrten, die sich auch im Goldenen Buch der Kommune verewigten, bedankten sich für die Auszeichnung und hoben das vorbildliche kollegiale Miteinander im Helmbrechtser Stadtrat hervor, das auch ein Verdienst von Bürgermeister Stefan Pöhlmann sei. Dies stellten auch die zu verabschiedeten Stadträte heraus. 

Zu ihnen gehört Robert Geigenmüller, Träger der Silbernen Bürgermedaille seit 2014. Er fungierte von 1996 bis 2002 als Dritter Bürgermeister und seit 2014 als erster Vertreter des Stadtoberhaupts. Als Mittelständler und ehrenamtlicher Richter hatte er auch immer die Interessen aller Bürger im Blick, besonders setzte er sich für die Zusammenarbeit mit Volary und das Gedenken an den Todesmarsch ein. Seine pointierten Wortbeiträge und sein Humor werden im Stadtrat fehlen. 

Die von 2014 bis 2026 als dritte Bürgermeisterin amtierende SPD-Politikerin Kitty Weiß wird man ebenfalls im Stadtrat vermissen. Sie gehörte dem Gremium 36 Jahre lang an, erhielt bereits 2008 die Silberne Bürgermedaille und setzte sich vehement für die Interessen der sogenannten „kleinen Leute“ ein. Besonders kümmerte sie sich um die Belange der Senioren und galt als die gute Seele im Stadtrat und im Bürgermeisterteam. Mit Leidenschaft und Engagement vertrat sie auch die Anliegen der Frauen und die Bildungspolitik ist der ehemaligen Lehrerin ebenfalls eine Herzensangelegenheit.  Als leidenschaftliche Kämpferin ging sie auch mal einem Streit nicht aus dem Weg, blieb dabei aber stets fair und sachlich.

Manfred Seel, als immer freundlicher und pragmatischer Mensch bekannt, gehörte ebenfalls 36 Jahre dem Stadtrat an, auch er erhielt 2008 die Silberne Bürgermedaille. Sachorientiert führte er lange Jahre die CSU-Fraktion und hatte in den Haushaltsberatungen immer ein Auge für die wichtigen Dinge. Als Sachreferent fungierte er als kompetenter Anwalt der Feuerwehren. Er hat sich, wie Pöhlmann sagte, jederzeit mit großer Solidarität für die Allgemeinheit eingesetzt und sich selbst dabei nie wichtig genommen. 

Ebenfalls verabschiedet wurden an diesem Abend zwei Stadträte, die nicht anwesend waren. Nämlich Helmut Birke (ÜWG), der sich mit ganzem persönlichem Einsatz um die gute Fortentwicklung der Ortsteile kümmerte und Christian Horn (SPD), der die Anliegen der jungen Generation und des Sports vertrat. 

Im Anschluss sorgte der gewählte Bürgermeister Pascal Bächer für eine Programmänderung, um seinen Vorgänger Stefan Pöhlmann zu überraschen und zu würden. Er zollte ihm in seiner Rede große Anerkennung und höchsten Respekt für seine Leistungen. Mit einem guten Gefühl für das Große und Ganze und gesunden Menschenverstand führte er 18 Jahre die Stadt. In seiner Amtszeit hat sich das Stadtbild positiv verändert, man könne die entscheidenden Impulse und die daraus entstandenen Neuerungen gar nicht vollständig aufzählen. So kam Leben in Industriebrachen, es gab Dorferneuerungen, die Vereinsförderung wurde intensiviert, ein Jugendstadtrat installiert, die Kulturwelten erfolgreich entwickelt, aber auch Traditionen gepflegt und erhalten. Dabei war es nie eine One-Man-Show, sondern immer Entscheidungen, die von nahezu allen Stadträten mitgetragen wurden, auch weil es dank des Verhandlungsgeschicks von Stefan Pöhlmann gelang, tragbare Kompromisse zu finden. Die bisher vorhandene Harmonie im Stadtrat sei beispielhaft. Daher gab es für das - nun ehemalige - Stadtoberhaupt und seine Ehegattin Christine auch ein fraktionsübergreifendes Geschenk, nämlich Gutscheine für Kultur und Kulinarik in den Orten, in denen ihre drei Kinder wohnen. 

Den Lobesworten für die geehrten und ausscheidenden Stadträte schloss sich Landrat Dr. Oliver Bär an. Er sagte, sie alle können mehr als stolz auf sich sein. Denn gerade gemeinsames Handeln in den Kommunen vor Ort sei das Fundament, auf das eine Gemeinde aufbaut. Ein großes Kompliment widmete er auch den aus dem Amt scheidenden Bürgermeister, der mit seinem Stadtrat wesentlichen Anteil an der guten Entwicklung von Helmbrechts hat. Wirtschaftlich sei die Kommune gut aufgestellt, bestens ausgebildete und sehr gut ausgestattete Feuerwehren sorgen für die Sicherheit und die Kulturwelten sind ein Aushängeschild der Region. Zudem konnte er sich immer auf die Helmbrechtser verlassen, als Beispiel nannte Bär die Einrichtung eines Impfzentrums zur Coronazeit. „Stefan Pöhlmann war jederzeit ein verlässlicher Ansprechpartner und hat seine Amtskette nie wie eine Monstranz vor sich hergetragen.“ Der Landrat hofft, auch mit dem neuen Bürgermeister Pascal Bächer auf gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Der scheidende Bürgermeister selbst betonte, auf kommunaler Ebene werde Demokratie konkret und spürbar praktiziert. Er warnte vor extremen Denken, das manchmal in wohlklingenden Worten verpackt ist und gab augenzwinkernd dem neuen Stadtrat einige Zitate aus der Bibel mit auf den zukünftigen Weg. Bei dem hervorragenden Team im Rathaus, dem Baubetriebshof und der LuK bedankte er sich ebenso wie bei den Stadträtinnen und Stadträten für die gute Zusammenarbeit. Gemeinsam sangen die Anwesenden schließlich die Hymne aus dem zur 600-Jahr-Feier aufgeführten Chor-Musical: „Wir wünschen uns Frieden“. 

Und weil sich nicht nur Bundeskanzler zur Verabschiedung Musikstücke wünschen können, hatte sich auch der nun ehemalige Bürgermeister und künftige Stadtrat Stefan Pöhlmann ein Lied ausgesucht, das Gerd Koppitz und Ludger Arens eigens für ihn kurzfristig einstudiert hatten und bravourös vortrugen: „Non, je ne regrette rien“, ins Deutsche übersetzt: „Nein, ich bereue nichts.“

Träger der Silbernen Bürgermedaille. Fotos: Werner Bußler

Verabschiedung der ausscheidenden Stadträtinnen und Stadträte

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