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Pressemitteilungen

Erster Helmbrechtser Wirtschaftstreff

Beschreibung

Auf Initiative von Bürgermeister Pascal Bächer hat die Stadtverwaltung Helmbrechts ihren ersten Wirtschaftstreff ins Leben gerufen. Rund 50 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer ansässiger Unternehmen und Betriebe unterschiedlichster Branchen sowie Führungskräfte von Institutionen kamen im Oberfränkischen Textilmuseum zusammen, um drei Fachvorträge zu hören und sich miteinander auszutauschen. Ziel des neuen Formats ist es, Wirtschaft und Kommune stärker zu vernetzen, gemeinsame Entwicklungsperspektiven auszuloten und durch einen stetigen, offenen und transparenten Austausch die Unternehmen bestmöglich zu unterstützen.

Nach einem Willkommenskaffee und der Gelegenheit zum ersten Kennenlernen begrüßte der Bürgermeister die Gäste. Er betonte die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und örtlicher Wirtschaft, um Herausforderungen gemeinsam anzugehen und gute Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandorts zu schaffen.

Den Auftakt der Vortragsreihe gestaltete die Wirtschaftsförderung des Landkreises Hof. Neben einem Überblick über den Wirtschaftsstandort und die Aufgaben der Wirtschaftsförderung standen Förderprogramme und die Bedeutung einer zuverlässigen Energieversorgung im Mittelpunkt. Dabei wurde deutlich, dass Wirtschaftsförderung nicht nur darin besteht, Fördermittel zu vermitteln, sondern auch die Rahmenbedingungen für Unternehmen aktiv zu verbessern.

Susanne Marek und Stephan Franz von der Mittelschule Helmbrechts stellten anschließend die Berufsorientierungsmaßnahmen ihrer Schule und ein neues Projekt, das schulbegleitende Praktikum, vor. Bereits in der fünften Jahrgangsstufe lernen die Schülerinnen und Schüler erste Arbeitsplätze kennen. In der siebten sowie achten und neunten Jahrgangsstufe werden die Berufsorientierungsmaßnahmen durch Zugangs- und Betriebserkundungen und Betriebspraktika fortgeführt. Die neuen schulbegleitenden Praktika sollen den Schulalltag der Jugendlichen innerhalb eines festgelegten Zeitraums einmal wöchentlich am Nachmittag ergänzen und die Möglichkeit bieten, praktische Erfahrungen in einem Betrieb zu sammeln. Ziel ist es, die Vernetzung zwischen Schule und Wirtschaft weiter zu stärken. Mit dem zusätzlichen Angebot des M-Zweigs soll zudem der Schulstandort Helmbrechts langfristig gesichert werden.

Zuletzt stellte Miriam Ehrsam von der Kreishandwerkerschaft Hochfranken das freiwillige Handwerksjahr vor. Das Pilotprojekt ermöglicht Jugendlichen nach dem Schulabschluss, vier verschiedene Handwerksberufe und die jeweiligen Betriebe innerhalb eines Jahres kennenzulernen. Das praxisnahe Angebot soll die Berufsorientierung erleichtern und eine Brücke zwischen Schule und Ausbildung schaffen. Dass praktische Erfahrungen bei der Berufswahl eine wichtige Rolle spielen, unterstrich Ehrsam mit dem Hinweis, dass knapp 70 Prozent der Schulabgänger ihren Beruf über ein Praktikum finden.

Im Anschluss an die Vorträge nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit für Rückfragen und Diskussionen. Der Bürgermeister bat um Feedback zum ersten Austausch und sprach sich dafür aus, den Wirtschaftstreff künftig einmal pro Halbjahr stattfinden zu lassen. Das Format soll einen Stammtischcharakter behalten. Veranstaltungsorte und Themen können dabei flexibel gestaltet werden, auch direkt in ansässigen Betrieben.

Landrat Dr. Oliver Bär bezeichnete das Treffen als wertvolle Möglichkeit zum Austausch, verwies auf Fördermöglichkeiten und brachte Zukunftsthemen wie Sicherheit, Sicherheitsforschung und die besondere Kooperation mit Indien, unter anderem durch die Fachhochschule Hof, zur Sprache.

Der Bürgermeister bedankte sich bei den Referentinnen und Referenten sowie bei allen Gästen für die informativen Beiträge und den offenen Austausch. Bei einem abschließenden Get-together mit Imbiss wurden die Gespräche in lockerer Atmosphäre fortgesetzt und Kontakte vertieft.

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